Die Hamburg Stealers haben trotz einer starken Offensivleistung mit insgesamt zwölf Hits auch das dritte Spiel des Play-off-Viertelfinales um die Deutsche Meisterschaft gegen den Titelverteidiger Heidenheim Heideköpfe verloren und sind damit ausgeschieden. Am Ende hieß es auf dem Jackie Robinson Field im heimischen Ballpark am Langenhorst 2:7. Zuvor hatten die Stealers in Heidenheim 10:13 und 1:13 verloren.

Nach dem Spiel beschrieb David Wohlgemuth, der Headcoach der Hamburg Stealers seine zwiespältigen Gefühle. „Ich freue mich einerseits, dass wir im ersten und dritten Spiel sehr gut mit dem hohen Favoriten mithalten konnten. Andererseits ärgere ich mich auch, dass wir trotzdem beide Spiele verloren haben. Im zweiten Match vor einer Woche hatten wir dagegen definitiv keine Chance“, sagte er.

Das Spiel am Sonnabend in Hamburg hatte für die Stealers denkbar schlecht begonnen, sie mussten nach dem ersten Inning einem 0:5-Rückstand hinterherlaufen. „Wenn man dieses Inning herausnimmt, haben wir gegen die starken Heidenheimer ein riesiges Spiel gemacht und hatten mehr Hits als diese schlagstarke Mannschaft.“ Genauer gesagt lautete die Hit-Statistik 12:6 für die Stealers. Dabei waren allein Simon Bäumer und Marc Harder für drei Hits verantwortlich. Als Pitcher löste Max Müller bereits nach zwei Innings Rickert Koch ab und ließ nur noch einen gegnerischen Run zu.

„Die Spiele eins und drei dieser Serie machen uns Hoffnung, dass wir im kommenden Jahr noch ein Stück näher an die Topteams der Liga heranrücken können. Ich glaube zudem, dass wir das jüngste Team in den Play-offs waren. Von zehn Spielern waren heute sechs unter 22 Jahre alt“, sagte Wohlgemuth. „Zudem haben wir nur noch zwei Importspieler eingesetzt. Alle anderen sind Einheimische“, betonte er weiter.

Im Rückblick auf die ganze Saison sagte der Headcoach der Stealers: „Insgesamt war unsere Saison eine Achterbahnfahrt mit einigen personellen Problemen und Rückschlägen. Daher bin ich besonders stolz auf das Team, dass es trotzdem den dritten Rang in der Bundesliga Nord erreicht hat.“ 

Diese Leistung wurde am Sonnabend auch noch einmal von den Stealers-Anhängern honoriert. „Es war die mit Abstand lauteste und coolste Stimmung, die ich jemals auf dem Langenhorst erlebt habe, und zwar egal, in welchem Trikot. Im letzten Inning haben alle Zuschauer im gesamten Ballpark gestanden und uns supportet“ schwärmte David Wohlgemuth. „Zudem danke ich allen, die rund um die Spiele dabei aktiv mithelfen, dass es richtig coole Events werden, wenn wir spielen“, sagte er abschließend.

Fotos: Markus Tischler

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