Die Hamburg Stealers haben sich am Sonnabend durch ihre beiden Auswärtssiege bei den Cologne Cardinals (17:5 und 4:3) für das Play-off-Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Damit hat die Mannschaft von Headcoach David Wohlgemuth ihr wichtigstes Saisonziel erreicht. Im Viertelfinale treffen die Stealers als Tabellendritter der Bundesliga Nord am 16. und 17. Juli auswärts sowie am 23. und eventuell 24. Juli im heimischen Ballpark am Langenhorst in Hamburg-Niendorf auf den Zweiten der Bundesliga Süd. Dies wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit der amtierende Deutsche Meister Heidenheim Heideköpfe sein.

Im ersten Spiel in Köln gingen die Stealers schnell mit 2:0 in Führung, handelten sich durch ein schwaches zweites Inning einen 2:4-Rückstand ein, kamen dann aber offensiv und defensiv wieder in die Spur und siegten am Ende deutlich. Entscheidend war dabei das vierte Inning, in dem die Hamburger nicht weniger als acht Runs scoren konnten.

In der Offensive ragten Luke Bowman und Tyler Villaroman heraus, denen jeweils vier Hits gelangen. Als Starting Pitcher sicherte sich Max Müller den Win. Nach sechs Innings wurde er von Rickert Koch abgelöst, der in seinen drei Innings nur noch einen Run der Cardinals zuließ.

Das zweite Match gestaltete sich erheblich spannender, wobei die Stealers nie in Rückstand gerieten. Es wurde allerdings zum Ende hin noch einmal eng, als die Cologne Cardinals durch zwei Runs im siebten Inning auf 3:4 herankamen. Doch in der Folge ließ Simon Bäumer als Relieve Pitcher keinen weiteren Punkt der Gastgeber mehr zu. Er hatte nach sechs Innings Starting Pitcher Christian Herrera abgelöst, der den Win für sich verbuchen konnte. Simon Bäumer erhielt den Save. In der Offensive schlug Tyler Villaroman ein Triple, Linus Hartmann und Simon Bäumer gelang jeweils ein Double.

„Insgesamt war es heute eine sehr gute Teamleistung mit einem starken Pitching und einem ordentlichen Hitting. Ein ganz besonderes Lob möchte ich den rund 25 Fans aussprechen, die uns nach Köln begleitet und lautstark unterstützt haben. Das hat dem Team einen zusätzlichen Schub in diesen entscheidenden Spielen gegeben“, sagte Headcoach David Wohlgemuth.

In der Tabelle weisen die Stealers jetzt als Dritter eine ausgeglichene Bilanz von 11:11 Siegen auf. Von diesem Platz sind sie nicht mehr zu verdrängen. „Wir werden uns jetzt sehr intensiv auf die Spiele gegen den Titelverteidiger Heidenheim vorbereiten und wollen dem klaren Favoriten in allen Spielen das Leben so schwer wie möglich machen. Auf jeden Fall freuen wir uns, dass es in diesem Jahr wieder im Viertelfinale Überkreuz-Vergleiche mit den Südteams gibt“, sagt Stealers-Headcoach David Wohlgemuth. In den beiden vergangenen Jahren waren die Viertel- und Halbfinals coronabedingt innerhalb der beiden regionalen Staffeln ausgetragen worden, um längere Reisen zu vermeiden.

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