| HSV Stealers III: Die Heidelärchen aus der Lüneburger Heide gepflückt 21:4 17:4 |
| Geschrieben von: Mourad Zarrouk |
| Samstag, den 04. September 2010 um 23:33 Uhr |
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Gegen den Tabellenletzten der Regionalliga Nordost gab es nach dem Hinspielsieg (das zweite Spiel musste aufgrund Rainouts auf den 25.9. verlegt werden) nur eine Devise: Per Away-Sweep einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt machen! Wie man an den Ergebnissen sehen kann, konnte diese Vorgabe eindrucksvoll erfüllt werden. Zum „Wie" im Folgenden ein paar Worte: Lüneburg Woodlarks - HSV Stealers III, 1. Spiel 4:21 Das junge Team brauchte ein Inning zum „Warmlaufen", legte zu Beginn nur mit einem Run vor und ließ auch tatsächlich im ersten Inning einen Run der Gegner zu. Doch schon im zweiten Inning konnten die Diebe sechs weitere Runs erzielen, woran die beiden Powerhitter Mirko Oliczewski und Sebastian Reinhardt mit aufeinander folgenden Homeruns maßgeblichen Anteil hatten. Leo Nietz fand infolgedessen besser in die Partie und ließ bis zum Ende des vierten Innings keinen Run mehr zu. Die Stealers konnten ihren Vorsprung hingegen um weitere sechs Runs im dritten Inning auf 13:1 ausbauen. Begünstigt wurde dies allerdings durch einige eklatante Schwächen in der Defensive der Gastgeber. Dort standen dann auch schon mal drei Feldspieler um einen Flyball, und nach dem Motto „Nimm du ihn, ich hab ihn sicher" plumpste die Pille unbekümmert auf den Rasen. Solche Geschenke gibt es sonst nirgendwo in der Liga. Ende des vierten Innings ließ sich die junge Truppe dann vom Gegner „einlullen" und meinte wohl, dem einen oder anderen Defensivklops nacheifern zu müssen. So konnten die „Heidelärchen" auf 3:14 verkürzen. Grund genug für Coach Zarrouk spätestens jetzt den Ankündigungen - wer nicht überzeugt, macht mal eine „schöpferische" Pause - Folge zu leisten und kräftig durchzuwechseln. Der erhoffte Effekt ließ denn auch nicht auf sich warten, und die Diebe legten mit acht Runs zu Beginn des fünften Innings noch eine kräftige Schippe drauf, um dann danach in der Defensive den Sack zuzumachen und das Spiel nach Ten-Run-Rule für sich zu entscheiden. Erwähnenswert: Leo Nietz pitchte die komplette Partie durch und sicherte sich so seinen klaren Win. Lüneburg Woodlarks - HSV Stealers III, 2. Spiel: 4:17 Das zweite Spiel begann sogar noch viel versprechender als das erste, und so konnte man dank eines erneuten Homeruns von Mirko Oliszewsky (!) mit 3:0 in Führung gehen. Yannik Stratmann, der im zweiten Spiel Leo Nietz als Starter auf den Mound folgte, machte seine Sache tadellos und ließ bis zum Ende des dritten Innings keinen Run zu. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Stealers allerdings schon wieder insgesamt zehn Runs erzielt, so dass dies eine Pünktchen der Woodlarks nun wirklich nicht weh tat. Nach weiterem Power-Hitting durch Benjamin Hintze, Henry Guerra, Mike Oliczewsky und Sebastian Reinhardt, der mit zwei Sac Flys seine eindrucksvolle RBI-Percentage ausbaute, konnte der Vorsprung im oberen vierten Inning sogar nochmals um sieben Runs auf 17:2 ausgebaut werden. Florian Lenger bekam nun seinen Einsatz als Releaver/Closer und musste nur einen Run hinnehmen. Im letzten Inning erzielten die Lüneburger zwar noch einen Homerun auf ihn, doch die zwei Punkte reichten nicht, um den erneuten Ten-Run-Rule-Loss aus Sicht der Gastgeber abzuwenden. Letztlich blieb es bei Ergebniskosmetik zum 4:17-Endstand. Ein in jeder Hinsicht verdienter zweiter Tagessieg für die Stealers III. Wrap Up: Eindrucksvoll wurden dem Tabellenletzten aus Lüneburg seine Grenzen aufgezeigt. Alles andere als ein Winning-Sweep wäre aus Sicht der Stealers auch peinlich gewesen. Dass hingegen beide Siege zu keinem Zeitpunkt gefährdet waren und jeweils vorzeitig feststanden, freut Coach Zarrouk dann schon. Etwas enttäuscht zeigte sich der Coach allerdings um die Offensivleistung seiner Junioren. Leichteres Pitching gibt es in dieser Liga nicht, und wenn man bei der Junioren-DM im Oktober bestehen will, muss man solchen Werfern schon einmal das Fluggerät um die Ohren zimmern - oder durch intelligente At Bats das Base „rausgucken"). Mirko Oliczewsky, „Beasty" Reinhardt und auch Benjamin Hintze oder Henry Guerra haben ja eindrucksvoll bewiesen, wie man es macht. Gegen die mittlerweile als erster Absteiger feststehenden Woodlarks gibt es ja noch ein finales Aufeinandertreffen, bei dem die Jungen Wilden dann noch einmal kurz vor der DM unter Beweis stellen können, was sie in den Armen haben. Vorher geht es noch zu zwei schweren Auswärts-Doubleheadern nach Hannover und Berlin. Am Sonnabend muss ein Sieg gegen die Regents her, um auch rechnerisch mit dem vorletzten Platz, der theoretisch auch den Abstieg bedeuten könnte, nichts mehr am Hute zu haben. Einer aus vier sollten drin sein. Der letzte fällige Sieg im Nachholspiel gegen die Woodlarks ist bei dieser Rechnung allerdings schon „verbucht". |



