| HSV Stealers III: Rundum gelungener „Betriebsausflug“ nach Frohnau/Berlin 3:10 3:6 |
| Geschrieben von: Mourad Zarrouk |
| Montag, den 09. August 2010 um 22:20 Uhr |
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Die Vorzeichen für die Reise nach Berlin hätten nicht viel schlechter sein können: Beide Catcher im Urlaub, dazu Powerhitter Sebastian „Beasty" Reinhardt und Mirko Oliczewsky (letzterer von der 1. für das wichtige Spiel gegen Köln gedrafted) nicht an Bord. Würde das gut gehen? Zudem musste Starting Pitcher Leo schon um 18 Uhr wieder in Hamburg sein (aber dafür gibt es schließlich die Deutsche Bahn) und der Wetterbericht verhieß auch (eigentlich) nichts Gutes. Mit Omar Trevino und Mike Oliczewsky standen aber immerhin zwei Spieler zur Verfügung die auf der Catcher-Position einige Erfahrung aufweisen konnten, und die komplette Pitching-Rotation stand zur Verfügung. Zudem meldete sich in buchstäblich letzter Sekunde noch ein „verloren geglaubter Sohn" zurück. Für Benny Dunisch war auch genau noch ein Platz in den nur drei Pkw frei. Frohnau Flamingos - Stealers III, 1. Spiel 3:10 Das erste Spiel begann erfreulich vielversprechend. Leo Nietz kam bestens in die Partie und ließ der Offensiv-Abteilung der Krummschnäbel (O-Ton Website Flamingos) nur wenig bis gar keine Chancen, die Bases zu füllen. Hingegen konnten die Diebe schon früh Zählbares einfahren. Kontinuierlich konnte man den Vorsprung auf 6:0 ausbauen, geriet aber Ende des dritten Innings einmal sehr in Bedrängnis, als die Flamingos „plötzlich" durch satte Hits alle Bases laden konnten, und das bei keinem Aus. Mit tadellosem Spiel konnte die Defensive der Stealers die brenzlige Situation jedoch meistern und mit einem Aus an Home einen Punkt verhindern, bevor man das Inning mit einem lupenreinen Double-Play beendete. Ende des vierten Innings war es dann Zeit für den Releave durch Florian Lenger. Der Youngster spulte sein Programm routiniert ab, ließ den Frohnauern auch keine nennenswerten Chancen. Dennoch arbeiteten sich die Berliner auf 3:6 heran, und es war an der Zeit, auch offensiv ein Zeichen zu setzen. Das gelang eindrucksvoll. Wie schon in einigen Spielen zuvor pushte sich die gesamte Mannschaft hoch und JEDER zog mit! Die gesamte Lineup durch! Fast hätte Coach Zarrouk im siebten Inning ein zweites Mal an die Homeplate treten können, doch ein etwas riskantes Manöver von Lucas Oppermann (getriggert von Basecoach BämBäm) auf einen sehenswerten Hit von Jan Jary Goetze besiegelte das dritte Aus an der Homeplate. Halb so schlimm, vier zusätzliche Runs waren erzielt; und das Spiel mit 10:3 praktisch in der Tasche. Dem hatten die Flamingos denn auch nichts mehr entgegenzusetzen und so blieb es beim Endstand von 10:3 aus Sicht der Gäste aus Hamburg. Frohnau Flamingos - Stealers III, 2. Spiel 3:6 Im Grunde wäre ein Split gegen die erfahrene Regionalliga-Truppe auswärts in Berlin schon eine tolle Leistung, aber warum jetzt nicht nach den Sternen greifen und den Sweep in Angriff nehmen? Mit Yannick Stratmann stand nun wieder ein gestandener Starting-Pitcher zur Verfügung. Er wurde beim Debakel im zweiten Spiel in Elmshorn schmerzlich vermisst. Und mit Benjamin ein guter zweiter Releaver in den Startlöchern. Omar Trevino stand für ein zweites Catcher-„Abenteuer" nicht mehr zur Verfügung. Kaum Passedballs und kein Steal gegen ihn sprechen eine deutliche Sprache für seine hervorragende Leistung im ersten Spiel. Dafür brannte Mike Oliczwesky auf seinen Einsatz als Catcher. Soviel schonmal vorweg: Seine tadellose Leistung war der Omars ebenbürtig! Trotzdem begann die zweite Partie nicht so gut wie die erste. Lange mussten diesmal die Stealers einem two-run-lead der Gastgeber hinterherlaufen, die (auch) aufgrund eines verunglückten Double-Plays punkten konnten. Die Offensiv-Abteilung kam im zweiten Spiel einfach nicht in Schwung, Tillmann Poseck verstand es, den Dieben die Bälle so zu servieren, dass sie zwar Kontakt machten, aber stets eher solchen der unglücklichen Art. Viele schwache Grounder ins Infield, dazu viele Pop-Ups. Und wenn dann mal ein satter Two-Base-Hit gelang, wie jener von Benny Dunisch im sechsten Inning, dann hatten die Gegner auch noch Erfolg mit einem (allerdings wohl auch berechtigten) Apeal bzgl. nicht erfolgtem Berührens der ersten Base. So liefen den Stealers die Innings davon, und plötzlich stand es auch schon 3:1 Ende des sechsten Innings gegen die Gäste aus Hamburg. Der Traum vom Revanche-Sweep schien geplatzt, doch es sollte anders kommen! Die tatsächlich „jungen Wilden" machten ihrem Namen alle Ehre, kamen zurück und nutzen die letzte Chance, die sie hatten! Poseck sah sich Anfang des siebten Innings erstmals damit konfrontiert, mit gegnerischen Läufern auf den Bases zurechtzukommen. Dem Routinier versagten die Nerven, und die Stealers behielten sie insbesondere Alexander Mihm konnte mit einem grandiosen Hit glänzen und dem fast schon bedauernswerten Poseck den Rest geben. Das Spiel war gedreht. Da nützte der überfällige Wechsel auf dem Mound seitens der Frohnauer auch nicht mehr viel. Im Gegenteil: Die Diebe wollten nun den Sack zumachen und legten noch eine Schüppe drauf. Mit 6:3 und somit einer fast identischen Kopie aus dem Hinspiel zu ungunsten der Stealers übergab man nun das letzte Inning an die Hausherren, die dem aber nichts mehr entgegenzusetzen hatten. Es blieb beim letztlich auch verdienten Endstand von 6:3 für die junge Dritte. Ach ja, und das Wetter spielte auch mit. Bis auf einen kurzen Schauer zeigte sich der Himmel über Berlin von seiner schönsten Seite! Wrap Up: Coach Zarrouk zeigte sich nach dem Spiel überglücklich und ist zu Recht, richtig stolz auf sein junge Truppe, die mit den zwei Punkten ihren soliden mittleren Tabellenplatz ausbauen, die Frohnauer überholen und die Verfolger auf Distanz halten konnte. Hatte er geglaubt, nach dem Sweep gegen den Tabellenzweiten Hannover ginge es nicht mehr viel besser, wurde er am Sonntag in Berlin eines Besseren belehrt. Das Team ging an seine Leistungsgrenzen und darüber hinaus! ALLE, wirklich alle zogen mit: Alex Pähler, dessen Spiel in der LL ausfiel, gab ein solides RL-Debüt und stellte ein dringend benötigtes Fahrzeug, Benjamin „BämBäm" Hintze und Omar Trevino, die noch einen VL-Sunshine-DH in den Knochen hatten vom Tag zuvor, der ihnen überdies im zweiten Spiel gegen die Marines einiges abverlangte. Mike, der prima catchte. Benjamin Nikolmann, der als es genau darauf ankam, Nerven behielt und sich sein wichtiges Base on Balls herausguckte. Einfach jeder....und das trotz frühen Aufstehens vor den sonntäglichen Kirchgängern und zweieinhalb Stunden Autofahrt in den Knochen. Was blüht da erst den Dohrenern für eine Revanche diesen Samstag um 13 Uhr auf dem Langenhorst? Zuschauer sind herzlich willkommen. Übrigens: Im Gegensatz zu den Frohnauern gibt es bei uns auch in der Regionalliga ein kleines Catering! |



