| In Dohren leider verloren… |
| Geschrieben von: Mourad Zarrouk |
| Dienstag, den 18. Mai 2010 um 17:41 Uhr |
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Zuerst die gute Nachricht: Petrus, oder wer immer für das Wetter zuständig ist, muss wohl tatsächlich Fan der Regionalliga sein. Jedenfalls wurde „die Dritte" am vergangenen Sonntag nach gefühlten drei Wochen Dauerregen von schönstem Sonnenschein in Dohren begrüßt. Das war es dann auch schon mit den „guten" Nachrichten. Nach einem Three-Lose-Streak sollte gegen einen direkten Tabellenkonkurrenten endlich der erste Sieg nach dem Home-Opener gegen die Allies auf das Konto. Bedauerlicherweise stand das Unterfangen schon deswegen unter einem schlechten Stern, weil einige Spieler „anderweitig verhindert" waren oder schlichtweg verletzt ausfielen. So mussten die „Jungen" erneut von zwei altgedienten Spieler der Verbandsliga, nämlich Sebastian „Beasty" Reinhardt und Benjamin „BämBäm" Hintze unterstützt werden. Dohren Wild Farmers II – HSV Stealers III: Game I: 12:11 Und auch auf die aktive Hilfe der Coaches Mourad Zarrouk und Kevin Langschwager würde man erneut nicht verzichten können. Das ist im Grunde auch nicht schlimm, denn die nötige Portion Erfahrung kann dem Team nicht schaden, doch es ist schon bedauerlich, dass die Mannschaft (entgegen der ursprünglichen Hoffnung) ohne Support von „unten" nicht spielfähig ist – jedenfalls hätte man mit insgesamt neun Spielern (inkl. der drei Pitcher) wohl kaum anzutreten brauchen. Bei den Dohrenern sah das zwar ähnlich aus. Denn das Team wurde gleich um vier (!) Erstligisten „aufgestockt". Doch hier kam der Support eben „von oben". Das ist schon bemerkenswert genug, da deren Erste tags zuvor ein „Night Game" in Dortmund absolviert hatte. Aber offensichtlich kommen wilde Farmer mit wenig Schlaf aus. Man durfte dies dann aber zumindest als „Kompliment" ansehen, obschon die Farmer die Diebe ganz sicher nicht zu unterschätzen gedachten. Da auf Seiten der Gäste zu allem Überfluss zwei Spieler nur für das erste Spiel zur Verfügung standen, war die Devise klar: Auf jeden Fall die erste Partie gewinnen und mindestens mit einem Split nach Hause fahren. Nachdem man gleich im ersten Halbinning wie schon in den Spielen zuvor wertvolle Punkte auf den Bases verschenkte, war es an Leo Nietz, so wenig Farmer wie möglich auf die Bases zu lassen. Dies gelang zunächst recht gut, doch leider bekam der junge Pitcher nicht den nötigen Support seiner Hintermannschaft, die sich ein ums andere Mal kapitale Patzer erlaubte. Viel zu oft wurde „hinter die Runner" geworfen und so wurden den Dohrenern Bases und wertvolle Punkte quasi „geschenkt". Beim Stande von 2:7 Ende des vierten Innings sah es entsprechend düster aus, und das obwohl Leo gestandene Erstligisten teilweise mit 0 für 5 auf die Bank setzte! Doch on „top of the fifth" mit zwei Aus erwachten die Diebe plötzlich aus ihrem Tiefschlaf und begannen zu punkten! In einem Mix aus Walks, Hits und Errors der Gegner konnte die Dritte das Spiel drehen, und es stand es plötzlich 11:7! So schnell kann es gehen im Baseball. Der mittlerweile eingewechselte Benjamin Nikolmann machte seine Sache exzellent auf dem Mound, konnte aber nicht verhindern, dass - auch aufgrund erneuter Patzer seiner Hintermannschaft - die Gastgeber auf 11:9 aufschließen konnten. Nun musste im siebten „oben" dringend nachgelegt werden! Doch erneut versagten bei allen Beteiligten der Offense die Nerven, es wurde nicht gescored, und so kam es wie es kommen musste: Die Farmers hatten sich auf Benjamin eingeschossen, und Yannick Stratmann musste wohl oder übel „aus der kalten Hose" (vielmehr: dem Leftfield) auf den Mound. Niemand kann ihm vorwerfen, die folgenden Runs zugelassen zu haben, den erstens waren zum Zeitpunkt seiner Einwechselung bereits „Runner on" und zweitens hat abermals die Defensive im Kollektiv keine überzeugende Leistung abrufen können. Mit dem 12. Run ging das Spiel somit an Dohren. Die Farmers hatten zu diesem Zeitpunkt auch noch kein Aus und weitere Läufer auf den Bases hatten. Eine Kopie des ersten Spiels in Kiel. Heartbreakin' at ist best! Eine kleine Randnotiz: Den „diplomatischen Fähigkeiten" des Coaching Staff ist es zu verdanken, dass eine – allerdings auch unbegründete – Ejection von Benjamin Dunisch wegen vermeintlicher Tätlichkeit nach erbetener Rücksprache des Head-Ump mit dem Field-Ump ersatzlos zurückgenommen wurde. Und zwar ohne Proteste der Gegner, was einerseits sportlich war, andererseits auch für die Unschuld von Benny sprach. Two thumbs up für die Umps: So etwas sieht man nicht alle Tage, es wäre schön, wenn das Schule macht – Fehler unterlaufen jedem mal - ein guter Umpire hat die Größe dies dann auch einzugestehen und zu korrigieren. „Judgement Call" hin oder her. HSV Stealers III - Dohren Wild Farmers II: Game II 13:2 War das erste Spiel quasi eine Kopie des ersten (Away) Season Openers gegen Kiel, war das zweite Spiel in Dohren eine Kopie des zweiten Spiels gegen Frohnau. Man konnte den verschenkten Sieg aus dem ersten Spiel offensichtlich nicht verknusen. Zu allem Überfluss hatten die Gegner Yannick Stratmann mittlerweile ja schon „gesehen" und so punkteten die Farmers sich von Inning zu Inning zum Sieg, begünstigt durch fortgesetzte Mängel in der Defensive und einen erneuten Einbruch in der Offensivleistung der Stealers. Tapfer: Yannick pitchte eisern vom Anfang bis zum bitteren Ende durch, es war allerdings auch niemand (mehr) da, der ihn hätte ablösen können, zumindest kein „designierter" Pitcher. Wrap Up: Die Spielpause über Pfingsten kommt wie gerufen! Es ist Zeit, Wunden zu lecken, Zeit für den Coaching Staff, die weitere Vorgehensweise zu planen. Gerade weil die Regionalliga der „proving ground" für die ambitionierten Nachwuchsspieler aus dem Kreise der Junioren sein soll, kann es nicht sein, dass die Coaches ständig Spieler der „alten Herren" aus der Verbandsliga mobilisieren müssen, um ein meldefähiges Spiel zusammenzustellen, weil immer wieder vereinzelte Spieler „anderweitigen Verpflichtungen" meinen nachgehen zu müssen. Hier scheint ein Teil der Mannschaft die Bedeutung des „Projekts" noch nicht verinnerlicht zu haben. Es wird vereinsintern zu beratschlagen sein, wie man kurzfristig auf diese unbefriedigende Situation adäquat reagiert. Schließlich ist mit den Lüneburg Woodlarks nämlich schon in zwei Wochen (30. Mai) das einzige Team zu Gast, welches aufgrund der Punktedifferenz derzeit noch unter den Stealers rangiert. Hier muss das Double her, um das Steuer doch noch in die richtige Richtung zu reißen. Mit einem 4:6-Rekord sähe die Welt nämlich schon wieder viel rosiger aus. Die Chance ist da, man muss sie nur ergreifen. |



