| HSV Stealers I klauen zwei Spiele aus Köln - Weiter Chancen auf Playoffs |
| Geschrieben von: Michael Kujoth |
| Montag, den 09. August 2010 um 20:40 Uhr |
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Mit dem zweiten Doppelsieg der Saison gegen die Cologne Cardinals (6:4 | 4:0) haben sich die HSV Stealers alle Möglichkeiten offen gehalten noch das Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft zu erreichen. Im ersten Spiel konnten die Baseballer von der Elbe einen frühen 0:4 Rückstand egalisieren, bevor Last-Minute Neuzugang Justin Printstein im zweiten Spiel seinen Einstand mit einem 3-Hit Shutout feierte.
Spiel 1 - Stealers mit konzentriertem Comeback: Bereits früh bekam Starting Pitcher Daniel Harms Probleme mit der Kölner Offensivabteilung. Drei Singles in Folge von Markus Stryczek, Marcel Raab und Jens Warrelmann führten im zweiten Inning zur 1:0 Führung für das Heimteam, bevor Harms sich per Double-Play und Groundout ohne weiteren Schaden aus dem Inning befreien konnte. Im nächsten Spielabschnitt erreichten allerdings wieder die ersten drei Kölner Schlagleute sicher das Base und dieses Mal ließen sich die Cardinals die Chance auf mehr Punkte nicht entgehen. Stryczeks Double Richtung Rightfield leerte die Bases und erhöhte die Führung auf 4:0. Auf der Gegenseite unterband Kölns Pitcher Moritz Sckaer über die ersten drei Innings jegliche Hamburger Offensivbemühungen. Erst im vierten Spielabschnitt konnte Brehan Murphy mit einem Double den ersten Hit verzeichnen und nach Groundball Philipp von Soosten und Sacrifice Fly Patrick Maat auf 1:4 verkürzen. Ein Inning später erreichte Gordon Shaw per Hit das erste Base und brachte den zweiten Hamburger Punkt auf ein Groundout von Michael Kujoth über die Homeplate. Harms überwand zeitgleich seine anfänglichen Probleme, ließ keine weiteren Punkte zu und konnte in der Folge fünf Strikeouts verzeichnen bevor Trainer Jens Hawlitzky nach dem fünften Inning selbst den Wurfhügel übernahm und die Cardinals über die letzten vier Spielabschnitte punktlos hielt. Marcel de Vos und Gordon Shaw erzielten nach Walk und Single im siebten Inning die beiden Ausgleichspunkte für den HSV, im neunten Abschnitt war es wiederum Second Baseman Shaw, der auf einen Passed Ball die Hamburger gegen den inzwischen eingewechselten Pascal Raab in Führung brachte. Sergej Yatsenka setzte kurz darauf mit seinem Homesteal den Schlusspunkt unter den ersten wichtigen Sieg des Tages. Spiel 2 - Eindrucksvolles Debüt für Printstein: John Bonifacini gegen Justin Printstein lautete das Duell der amerikanischen Starting Pitcher in der zweiten Partie. Gleich im ersten Inning musste Bonifacini nach Single Thomas Riedner den ersten Punkt durch Murphy hinnehmen. Printstein gab seinerseits zwar ein Leadoff-Double an Joseph Slater ab, konnte diesen aber nach Groundout und Flyout zum dritten Aus des Innings am zweiten Base mit einem Pickoff ausmachen. Bonifacinis Kontrollprobleme führten im vierten Inning zu zwei weiteren Punkten durch Bases-Loaded Walks an Murphy und Shaw. Nach Single und Stolen Base für Kujoth schlug Murphy im sechsten Inning seinen zweiten Punkt des Tages nach Hause und erhöhte damit auf 4:0 für die Stealers. Printstein stellte auf der Gegenseite sicher, dass diese Führung auch Bestand haben sollte. Insgesamt elf Strikeouts standen nach neun Innings für ihn zu Buche, davon sechs in den letzten drei Spielabschnitten, nur drei mal konnten Kölner Schlagleute gegen ihn per Hit das Base erreichen. Unterstützung erhielt er dabei auch von seiner Verteidigung. Nachdem Jens Warrelmann im sechsten Inning die Lederkugel hoch und weit ins Rightfield beförderte, konnte Sergej Yatsenka den Ball mit einem beherzten Sprung über dem Zaun abfangen und so das Shutout für Printstein am Leben halten. Trainer Hawlitzky war mit der Vorstellung seiner Mannschaft mehr als zufrieden: "Großartige Teamleistung", lautete sein Fazit nach dem Doppelsieg. "Vor allem im ersten Spiel haben wir stark gespielt, uns durch den frühen Rückstand nicht verunsichern lassen, sondern konzentriert weitergespielt und uns Punkt für Punkt wieder ins Spiel zurück gekämpft." Auch der Blick auf die Performance des Neuzugangs Printstein stimmte den Coach zuversichtlich: "Justin ist für uns eine riesengroße Unterstützung. Er hat sich schnell eingefunden und passt super ins Team. Seine Leistung heute spricht wohl auch für sich." Die Ligakonkurrenz spielte dabei nur teilweise so wie es sich die Hamburger gewünscht hätten. Zwar teilten sich Dortmund und Dohren die Siege und haben damit kaum noch Chancen auf den vierten Platz, gleichzeitig aber konnten die Pulheim Gophers gegen Paderborn einen Split erzielen und liegen damit sieggleich mit den Stealers. Die Gophers würden aber im direkten Vergleich auf Grund der Punktdifferenz die Playoffs erreichen. Somit müssen die Stealers am letzten verbleibenden Spieltag in Bonn mehr Siege erzielen als die Pulheimer gegen Tabellenführer Solingen. |


