HSV Stealers erfolgreich in den USA
Geschrieben von: Hans Richter   
Foto: Hans Richter, Marc Soerheide, Michael Fliedner, Frank Stattler, Tobias Bott, Torsten Oelze, Stephan Bügler (obere Reihe v.l.).
Marc Seiler, Jakup Vojak, Daniel Kadir, Sven Huhnholz mit Sohn Jannis, Brehan Murphy (u.v.l.)

Als die Red Barons Germany am 22. Oktober als erstes deutsches Team ein Endspiel der Roy Hobbs World Series in Fort Myers, Florida, für sich entscheiden konnten, waren zahlreiche Spieler und ehemalige Aktive der HSV Stealers maßgeblich am Erfolg beteiligt. In dem 30 Spieler starken Kader waren gleich 13 „Diebe" vertreten.
Zum vierten Mal schickten die Team-Manager Torsten Oelze und Mark Seiler, beide aktiv in der vierten Mannschaft der HSV Stealers, ihre Red Barons bei der Roy Hobbs World Series ins Rennen. Nach zwei dritten Plätzen in den Jahren 2008 und 2010 in der AAA-Kategorie der Open Division, in der Spieler ab 25 Jahren und älter an den Start gehen können, sollte in diesem Jahr der große Wurf gelingen. Gespickt mit aktuellen Stealers-Bundesliga-Größen wie Brehan Murphy und Jakub Vojak, sowie Alt-Meistern wie Sven Huhnholz, Frank Stattler und Marc Soerheide spielte sich das Team zunächst eine Woche lang in der Dominikanischen Republik warm, bevor in den Spring-Training-Stadien der Major-League-Teams Minnesota Twins und Boston Red Sox groß abgeräumt wurde.
Nach anfänglichen Problemen kamen die roten Barone nach zwischenzeitlichen Wetterkapriolen mächtig in Fahrt und kämpften sich insbesondere mit starken Pitcher-Leistungen von Stealers-Coach Jens Hawlitzky und einem überragenden Brehan Murphy als Short-Stop und am Schlagmal bis ins Endspiel. Hinter Hawlitzky, der nach einem Tag Pause erneut den Werferhügel betrat, lieferten die Barons im Finale ihre stärkste Leistung ab und deklassierten die Dominican Diamondbacks nach einem engen Auftakt am Ende mit 16:3. Für ihre Top-Leistungen wurden Hawlitzky und Murphy nach dem letzten Aus als MVP (wertvollste Spieler) ihres Teams ausgezeichnet.
Neben dem erfolgreichen Auftritt in professionellen Rahmenbedingungen mit perfekten Spielstätten, konnten die Barons eine Woche lang die Vorzüge von Fort Myers Beach genießen. In fünf Team-Häusern in direkter Strandlage verbrachten die Spieler, teils auch mit Freundinnen, Frauen und Familien angereist, eine außergewöhnliche Woche. Viele werden Oelze und Seiler daher wohl auch 2012 wieder zur 24. Ausgabe der Roy Hobbs World Series begrüßen können.Einen neuen Anlauf wird dann sicherlich auch Stephan Bügler von den HSV Stealers unternehmen. Durch einen Hit-by-Pitch hatte sich der Hamburger in der Dominikanischen Republik früh einen Haarriss im Schienenbein zugezogen und war so in Fort Myers zum Zuschauen verdammt.
Die Barons stellten im Rahmen Roy Hobbs World Series, bei der in diesem Jahr mehr als 300 Teams in acht verschiedenen Altersgruppen an den Start gingen, das einzige deutsche Team. Oelze und Seiler hatten nach dem Ausscheiden ihres alten US-Teams vor vier Jahren das Angebot von Turnier-Direktor Tom Giffen wahr genommen, eine eigene Mannschaft ins Rennen zu schicken. Die Spieler rekrutieren die beiden Wahl-Hamburger hierzu vor allem aus aktuellen und ehemaligen Bundesliga-Aktiven. Für 2012 haben sich die beiden Ober-Barone bereits ein weiteres Highlight vorgenommen: Bei der 24. Ausgabe der World Series sollen gleich zwei Red-Barons-Teams antreten und sowohl in der Open Division als auch in der Veterans 38+ um den Titel kämpfen. Zahlreiche Stealers werden hierzu sicherlich wieder einen entscheidenden Beitrag leisten wollen.

 

Fotos: Hans Richter

 
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